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Keine Wonne an der Tonne

Kati hält den Deckel der Mülltonne.
Das ist er also, der erste Winter in meiner neuen WG. Seit April wohne ich in einem Münchner Vorort zusammen mit meiner kleinen Schwester Melanie. Läuft gut soweit! Besser, als es uns prophezeit wurde. Aber das Verhältnis zwischen meinen Geschwistern und mir war immer sehr eng, und letztendlich auch einer der Gründe, warum ich aus Berlin wieder in die Heimat gekommen bin. Sie haben mir einfach gefehlt.

Um uns den Alltag gegenseitig ein bisschen zu erleichtern, haben wir uns in der WG den Haushalt aufgeteilt. Sie kann zum Beispiel sehr gut backen, ich kann dafür währenddessen sehr gut Wein trinken und Geschichten erzählen.

Dumm nur, dass sie gerade im Urlaub ist. Auch dumm, dass ich nicht mitgedacht habe und der Müll nun randvoll ist. An sich kein Problem, möchte man meinen. Nimmt man auf dem Weg in die Arbeit schnell mit runter. Aber die Tüte ist schwer und die Treppe nach unten ist fies verwinkelt und steil. Ihr ahnt es bereits: Müll runter bringen kann die Meli besser.

Wie mache ich das jetzt? Klar hätte ich gestern Abend meinen Kumpel Domi darum bitten können, der zu Besuch war. Oder meine Nachbarin. Aber mein Stolz protestiert, daher packe ich den Müll einfach in eine zusätzliche, stabilere Plastiktüte und lasse ihn auf dem Weg nach unten hinter mir her plumpsen, Stufe für Stufe.

Boing...boing...boing... Tha! Geschafft.

Beim Blick auf die kleinen schwarzen Mülltonnen mit Klappdeckel, die in Einfamilienhäusern üblich sind, muss ich zurückdenken an meine Zeit in Studentenwohnheimen und WGs in großen Mietshäusern. Dort gab es meist nur diese riesigen Tonnen, deren schwere Deckel man aufschieben muss, damit man sein Zeug reinwerfen kann. Das gestaltet sich natürlich schwierig, wenn man nur 1,40m groß ist und nicht allzu viel Kraft hat.


Besonders viel Spaß hat das übrigens bei Regen gemacht, da läuft die Suppe nämlich vom Deckel über die Hände nach unten in die Ärmel. Mmmm, lecker. Da kann man gleich nochmal schön hoch und sich umziehen. Zum Glück ist das hier bedeutend einfacher!

Trotz erfüllter Mission freue ich mich darauf, dass meine Mitbewohnerin bald wieder kommt. Manche Dinge gehen zu zweit nämlich einfach besser. Gossip Girl schauen, zum Beispiel.
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