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Mehr Regeln erwünscht

Andrea schriebt eine Regel auf eine grüne Tafel.

Seit knapp zwei Jahren wohnen 2 Menschen mit und 3 Menschen ohne Behinderung in Landsberg unter einem Dach. Außerdem arbeiten dort Andrea und Sandra, die die WG in ihrem Alltag unterstützen. Im Interview erzählen sie uns, was sich aus ihrer Sicht seit der Gründung verändert hat und was ihre Rolle in der WG ist.


Eure inklusive WG gibt es jetzt 2 Jahre. Was hat sich in der Zeit bei Euch geändert?

Andrea: Ich hab das Gefühl, dass wir uns gerade mehr ordnen. Wir haben ganz offen ohne Regeln angefangen. Mittlerweile merken wir, dass sich eigentlich alle in der WG sich ein paar grundlegende Regeln wünschen. Deswegen werden wir jetzt doch ein bisschen strukturierter, als es am Anfang geplant war.


Was sind zum Beispiel solche Regeln?

Sandra: Wir haben eingeführt, dass immer dienstags zusammen gekocht wird, weil sich alle mehr gemeinsames WG-Leben gewünscht haben. Und an unseren Gruppenabenden, wo wir bisher nur Organisatorisches besprochen haben, spielen wir jetzt auch immer was zusammen.

Andrea: Und die WG will sich eine Whatsapp-Gruppe eingerichten, wo sie sich spontan schreiben können, wenn jemand zum Beispiel gerade zum Baden geht und fragen will, ob jemand mitkommen möchte.


Was genau ist Eure Rolle in der WG?

Sandra: Hauptsächlich sind wir für unsere Betreuten da. Als Ansprechpartnerin, als Assistenz oder als Vermittlerin.

Zum Beispiel vermitteln wir, wenn in der WG zwei Leute Streit miteinander haben. Wir sind also auch Ansprechpartnerinnen für die Bewohner*innen ohne Behinderung, wenn es Konflikte gibt.

Andrea: Außerdem sind wir immer beim WG-Abend alle 4 Wochen dabei.


Wie ist es als Assistenz bzw. Betreuerin in einer inklusiven WG zu arbeiten?

Andrea: Spannend, es ist immer was los! Wir kriegen aber auch nicht immer alles mit, weil wir ja nur für die Belange einzelner in der WG zuständig sind.

Sandra: Die WG hat zum Beispiel vor Kurzem entschieden, dass sich alle die Schuhe vor der Tür ausziehen. Das haben sie mir dann gleich gesagt, als ich das nächste Mal in der Tür stand.

Wir sind auch immer ein bisschen der Puffer. Manchmal vertraut mir zum Beispiel jemand an, dass ihn einer aus der WG nervt. Dann muss ich mich als Außenstehende zwischen die Fronten schlagen.

Andrea: Da ist dann der Vorteil, dass wir danach auch wieder gehen können. *Lacht*


Was sind Eure Erfahrungen? Habt ihr schon mal neue Regeln eingeführt, damit es bei Euch in der WG besser läuft? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!


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