Blog Kategorie 1

Der ganz normale Wahnsinn

Geschichten aus dem Alltag inklusiver WGs

Blog Kategorie 2

WOHN:SINN on Tour

Zu Besuch bei inklusiven Wohnprojekten

Blog Kategorie 3

Auf dem Weg

Erwartungen, Hürden & Fortschritte bei der WG-Gründung

Blog Kategorie 4

Ratgeber

Tipps, Kommentare und Berichte von Veranstaltungen

Inklusion auf vier Etagen



Es ist ein heißer Spätsommertag und ein laues Lüftchen weht durch das Vereinsheim des Turnvereins Rodenkirchen. Nur unweit der Baustelle, wo erst kürzlich der Grundstein für das erste inklusive Haus in Köln gelegt wurde, lernen wir heute inklusiv wohnen Köln e.V. kennen.

Es herrscht eine besondere Stimmung. So viele neue Gesichter – manch einer ist nervös, andere schüchtern. Kein Wunder, denn nicht nur für uns sind Viele unbekannt. Denn heute lernen sich zum ersten Mal ein Großteil der zukünftigen Bewohner*innen und ihre Angehörigen kennen. Und das sind nicht gerade wenig, denn der Verein plant gleich auf vier Etagen ein buntes Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen.

Im Erdgeschoss soll es fünf Apartments geben. Zwei davon für Jonas und Max, die beide im Rollstuhl sitzen. Darüber soll es im ersten und zweiten Stock je eine WG nach dem Vorbild von Gemeinsam Leben Lernen e.V. geben, für Menschen mit Behinderung und Studierende. Im ersten Stock eher für diejenigen, die sich etwas mehr Ruhe und einen strukturierteren Alltag wünschen, im zweiten Stock für diejenigen, die es lebendig und auch gerne etwas lauter mögen. Wer im vierten Stock wohnen wird ist noch unklar, hier kann sich jede*r bewerben – ob alt ob jung, Familien oder Alleinstehende.

In Anschluss an die Vorstellungsrunde des Kennenlerntages löchern uns alle Anwesenden mit Fragen. Wir versuchen sie mit den Erfahrung aus unseren WGs zu beantworten. Man merkt, wie mit jeder Antwort und jeder Anekdote aus unserem WG-Alltag die Vorfreude aller spürbar steigt.

Am Ende der Veranstaltung führen uns die Vereinsmitglieder stolz zur Baustelle, wo bereits die Wände des Erdgeschosses zu erkennen sind. Beeindruckt blicken wir gemeinsam mit Jonas und Max auf den Rohbau. „Und wenn wir dann da wohnen“, sagt Jonas zu Max „fahren wir einfach mit der Linie 16 in die Stadt und feiern die ganze Nacht, so lange wie wir wollen!“
 

Kommentar schreiben