Unterstützung bei der Gründung inklusiver Wohnformen

Leider gibt es an vielen Orten noch keine inklusiven Wohnangebote. Ein Schwerpunkt unser Arbeit ist deshalb, Privatgruppen und Organisationen bei der Gründung ihrer eigenen inklusiven Wohnform zu unterstützen. Wir geben Ihnen einen Überblick Ihrer Möglichkeiten, bringen Sie mit Gleichgesinnten zusammen und begleiten Sie mit unserer Expertise bei Ihren Herausforderungen.


Infoveranstaltungen: Überblick gewinnen

Infoveranstaltungen: Überblick gewinnen

Foto: Andi Weiland

Einmal im Quartal veranstalten unsere Regionalstellen einen Vormittag oder Abend, auf dem sich alle Interessierten über inklusives Wohnen informieren können. So erhalten Sie einen ersten Überblick über Ihre Möglichkeiten und unsere Unterstützungsangebote. Unsere erste Infoveranstaltung findet am 4. November online statt.

Stammtische: Mitstreiter*innen finden

Stammtische: Mitstreiter*innen finden

Foto: Daniela Buchholz

Um eine inklusive Wohn- oder Hausgemeinschaft auf die Beine zu stellen brauchen Sie eine gute Gruppe an Mitstreiter*innen. Das können zum Beispiel andere Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen sein, die auch auf der Suche nach einer passenden Wohnform sind. Genauso wichtig sind Fachkräfte der Behindertenhilfe, Vermieter*innen oder Politiker*innen, die Ihr Anliegen unterstützen. Wir helfen Ihnen, Gleichgesinnte zu einem Stammtisch zusammenzubringen und eine gemeinsame Idee zu entwickeln. Bestehende Stammtische finden Sie auf unserer Karte.

Erstberatung: Ideen sortieren

Erstberatung: Ideen sortieren

Foto: Daniela Buchholz

Initiativgruppen, die eine inklusive Wohn- oder Hausgemeinschaft gründen wollen, können sich auf unsere Begleitung bewerben. In einer Erstberatung finden wir gemeinsam heraus, vor welchen Herausforderungen Ihre Gruppe steht und wie wir Ihnen dabei helfen können. Die Erstberatung findet telefonisch oder in unseren Büros statt.

Prozessbegleitung: Schritt für Schritt ans Ziel kommen

Prozessbegleitung: Schritt für Schritt ans Ziel kommen

Foto: Lars Gerhardt

Von der Gestaltung des Wohnraums bis zur Organisation der Assistenz: Bei der Umsetzung einer inklusiven Wohnform kommen zahlreiche Fragen auf Sie zu. Im Rahmen unseres geförderten Projekts "Inklusiv wohnen - selbstbestimmt zusammenleben" kann jede unserer Regionalstellen etwa 5 Initiativgruppen kostenfrei begleiten. Unsere Expert*innen stehen Ihnen dabei mit etwa 10 Beratungsstunden im Jahr zur Seite. Weitere Begleitung können wir Ihnen in der Regel kostenpflichtig anbieten.



Ihre Ansprechpartner*innen

Karte Regionalstellen
  • Nord

    Lars Gerhardt

    Lars Gerhardt ist Geschäftsführer und Vorstand mehrerer Vereine und entwickelt seit mehr als zwölf Jahren Projekte und Strategien in sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Handlungsfeldern. Zum inklusiven Wohnen kam er durch die Liebe. Die Tochter seiner Lebensgefährtin hat das Downsyndrom. „Ihr Wunsch, ein selbstbestimmtes Leben wie alle anderen zu führen, bedeutete für mich, neue Wege erkunden zu müssen.“, sagt Gerhardt heute. Einer dieser Wege führte zu den Initiatoren des alternativen Wohnprojekts „BlauHaus“. Gemeinsam mit anderen behinderten Menschen und ihren Angehörigen schuf er dort eine Wohngemeinschaft, in der seine Ziehtochter nun unter Gleichaltrigen mit und ohne Behinderungen wohnt. Der Weg dahin war lang und steinig. Behördengänge, Grundrisspläne, Spendenakquise und vieles mehr musste durch- und abgearbeitet werden. Damit es andere nach ihm leichter haben, gibt Lars Gerhardt in der Regionalstelle Nord von WOHN:SINN nun sein Wissen an Privatgruppen sowie Organisationen der Behindertenhilfe und Wohnwirtschaft in Norddeutschland weiter.
  • Ost

    Henrike Großmann und Christian Stoebe

    Christian Stoebe und Henrike Großmann haben in den letzten sechs Jahren im Rahmen von Modellprojekten viel Erfahrung in der Beratung und Begleitung von Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörigen gesammelt. „Beim ersten Stammtisch saßen alle Teilnehmenden noch schüchtern nebeneinander. Umso erstaunlicher, dass viele von ihnen mittlerweile gemeinsame Wohnprojekte gestartet haben.“, erinnern sich beide. Gemeinsam haben sie sich in den letzten Jahren ein Netzwerk in der Sozial- und Wohnungswirtschaft aufgebaut, welches sie nun für die Realisierung von inklusiven Wohnprojekten zur Verfügung stellen.

    Viele dieser Kontakte entstanden durch die gemeinsame Projektentwicklung der WG „6plus4“ - der ersten inklusiven Wohngemeinschaft in Sachsen. Mittels vieler innovativer Ideen und Angeboten ist es der Gruppe gelungen ihren Traum vom inklusiven Wohnen in Dresden zu verwirklichen. Ob mit einem Crowdfunding zur Finanzierung der barrierefreien Küche oder dem Mitbewohnercasting auf einer WG-Reise – den Ideen waren keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist Henrike Großmann und Christian Stoebe, auf jedes Projekt individuell zu schauen und zu überlegen, welche Bedarfe und Voraussetzungen jeder einzelne mitbringt.
  • Süd

    Kathrin Hettich (voraussichtlich ab Dez 2020)

    Kathrin Hettich arbeitete in diversen Institutionen und musste Menschen mit Behinderungen Grenzen setzen, obwohl sie lieber Brücken bauen wollte. Deshalb fing sie bei Gemeinsam Leben Lernen e.V. an und organisierte dort das Miteinander zwischen Menschen mit und ohne Behinderung in Wohngemeinschaften. „Ich durfte die erste Liebe, den allerersten Discobesuch und den ersten Pfannkuchen hautnah miterleben. Menschen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten, erfüllt mich sehr.“, so Kathrin Hettich. 2015 gründete sie eine 9er-WG in Gräfelfing und arbeitete in dieser fünf Jahre lang. Von den Sorgen der Angehörigen über die Planung der Finanzierung bis zur Einrichtung der Gemeinschaftsräume – Kathrin Hettich kennt die Herausforderungen und wie sie zu bewältigen sind. Dabei hilft ihr sowohl ihr Studium der Sozialen Arbeit als auch ihre eigene Behinderungserfahrung. Ihre umfassende Expertise gibt sie gerne weiter – und findet selbst bei den trockensten Themen immer einen Grund zum Lachen.
  • West

    Christiane Strohecker

    Christiane Strohecker ist Mit-Initiatorin und Geschäftsführerin von inklusiv wohnen Köln e.V. und begleitet zahlreiche Elterngruppen und Träger als freie Beraterin auf dem Weg zum eigenen Projekt. Zum inklusiven Wohnen kam sie über Ihre Tochter, die mit einer schweren Mehrfachbehinderung lebt. „Es gab damals keine Wohnmöglichkeiten für Menschen mit schweren Behinderungen außerhalb von Heimen, das konnte ich mir nicht für sie vorstellen.“ Christiane Strohecker machte sich zusammen mit anderen Eltern und Betroffenen auf den Weg, fand ein Grundstück, einen Investor – und Schritt für Schritt entstand mit dem inklusiven Haus in Köln ein Wohnprojekt, das einzigartig ist und bereits mehrere Preise gewonnen hat. Damit es andere leichter haben, gibt Christiane Strohecker mit der Regionalstelle West von WOHN:SINN ihr Wissen an Privatgruppen sowie Organisationen der Behindertenhilfe und Wohnwirtschaft in Westdeutschland weiter.



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