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Modell zur Beziehung zwischen behindertem Mensch und Assistenz/Pflegekraft

Die Vorstandsvorsitzenden von Gemeinwohlwohnen e.V. Samuel Flach (im Rollstuhl sitzend) und Taron Geißler (auf einem Sessel sitzend) auf einem Podium, davor zwei Mikrophone.
Eine schwierige Frage, die wir uns immer wieder stellen, ist die Frage wie ein Pflegekonzept aussehen kann, dass Selbstbestimmung für Gepflegte ebenso wie für Pflegende ermöglicht.

Wir haben bereits viele verschiedene Konstellationen und Finanzierungsmöglichkeiten durchgespielt und sind der Meinung, dass es nicht ein perfektes Modell gibt, durch das Selbstbestimmung möglich wird. Je nach Wohnsituation, finanziellen Mitteln, Behinderung, Umfeld, Persönlichkeit (...und, und, und) passt das eine oder das andere Modell besser. Dennoch gibt es Abhängigkeiten, Bedürfnisse, Rechte und Pflichte, die in nahezu allen Modellen auftauchen und mitgedacht werden sollten.

Unter diesem Link findet ihr eine Grafik, die wir erstellt haben, um ein wenig Licht in das komplexe Thema der selbstbestimmten Pflege zu bringen. Je nach Pflegemodell – Arbeitgebermodell, Pflege durch Eltern, Pflegeheim, etc. – kann man Querverbindungen in der Grafik wegdenken, um die verschobenen Machtbeziehungen sichtbar zu machen.

Ein Beispiel: Ist der behinderte Mensch nicht auch Arbeitgeber*in für die Assistenz (z.B. beim Sachleistungsmodell), kann er sein "Recht auf Nein" nur über Umwege durchsetzen. Etwa durch eine Beschwerde beim Dienstleister, bei dem die Assistenz angestellt ist.

Von einer Seite betrachtet, entsteht durch Pflegebedürftigkeit eine alltägliche Abhängigkeit von anderen Menschen. Von einer anderen Seite betrachtet, verschiebt sich durch Pflegebedürftigkeit nur die eigene Freiheit – und zwar auf die Freiheit anderer Menschen. Wer sich noch weiter in das Thema vertiefen will, findet in diesem Artikel des Aktivisten Gusti Steiner eine Menge spannender Gedanken.

Schreibt uns gerne in die Kommentare, was Ihr dazu denkt!

Foto: Frank Schroth

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